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Skat-Rätsel #34, Kategorie:leicht

veröffentlicht am 09.02.2021 um 13:31

Hoffentlich „normal“ verteilt


In Mittelhand bei einem Reizwert von 18 ans Spiel gekommen entscheidet sich der junge Spieler nach zufriedenstellender Findung aufgrund der Turniersituation, und da bei schlechter Verteilung wegen der maximal fünf vorhandenen Trümpfe auch kein mögliches Farbspiel eine höhere Gewinnwahrscheinlichkeit haben dürfte, dazu, einen Grand zu spielen. Dass dieser mit unten stehendem Blatt leicht verlierbar ist, versteht sich von selbst, und auch das Nichtreizen der Kontrahenten gibt keinerlei Gewissheit, dass irgendetwas gut verteilt sein muss, aber man muss ja nicht immer Pech haben.

 

Der Spieler geht nun mangels irgendwelcher Zusatzinfos davon aus, dass sowohl die drei Buben als auch die Karten in allen vier Farben, wenn auch nicht für ihn ideal, aber immerhin anzahlmäßig jeweils so verteilt sind, wie es am wahrscheinlichsten ist. Auch bei der Verteilung von z. B. zwei verbleibenden Luschen in einer Farbe spekuliert er nicht auf besonderes Glück, sondern geht rein mathematisch an die Sache heran.

 

Was soll er, wenn seine Annahme stimmt, dass also in keiner der fünf Kategorien eine Verteilung existiert, wo ein Spieler drei Karten mehr hat als der Partner, drücken, um nicht von einem unguten Spielverlauf überrascht werden zu können?

 

Sein Blatt sieht wie folgt aus:

 

Mittelhand:

 

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Lösung Skat Rätsel: leicht

 

Wir gehen also davon aus, dass die Buben und die Pik-Karten jeweils 2-1, die Kreuz- und HerzKarten jeweils 3-2 und die Karos 3-1 (oder wahlweise 2-2, was bei vier Karten einer Farbe die zweitwahrscheinlichste Verteilung ist) verteilt sind. Die fehlenden Luschen in Karo und Pik sitzen so, dass jeder Gegner jeweils eine hat, was knapp wahrscheinlicher ist, als dass einer von beiden eine entsprechende Doppellusche hat, und bedeutet, dass wir kein Glücksbild bekommen werden.

 

Die korrekte Drückung unter diesen Bedingungen ist:

 

Pik Ass (wahlweise 10, um eventuell die Karte nicht zu verraten) und Kreuz 9 (oder 7)

 

Aber warum nicht vielleicht 15 Augen, da wir doch eh bei Karoanspiel nicht schnippeln werden?

 

Die geplante Rechnung sieht wie folgt aus:

 

Gedrückt 11 Augen, 6 Augen im Bubenstich, 10 Augen Pik, 24 Augen Herz mit dem Pflichtbild bei 3-2-Verteilung und 11 Augen Karo, was zusammen 62 bedeuten würde. Ein zusätzlich gedrücktes Bild wird also nicht benötigt.

 

Und genau aus diesem Grund ist dann auch das Drücken einer beliebigen Kreuz Lusche so wichtig, damit man, falls Kreuz angespielt wird, im zweiten Stich sofort eingreifen kann. Der Einstich nach zum Beispiel Aufspiel der Kreuz 8 im zweiten Stich (nach eventuell 21 Augen für die Gegner aus Stich 1) bringt dem Kreuz Buben aufgrund der Pflichtdame auch hier 5 statt der ursprünglich angedachten 6 Augen, was ja mit 61 dann immer noch genug ist.

 

Wichtiger ist aber hier vielmehr, dass eben nicht die Möglichkeit für die Gegner besteht, ein drittes Kreuzanspiel zu kreieren, was dann dafür sorgen könnte, dass der Besitzer der zwei Buben eine Farbe so verkürzen könnte bzw. eine blanke Karte abwerfen könnte, dass die geplanten Augen für zu bedienende Volle nicht funktionieren und ein unschöner Abstich erfolgt.

 

Nicht zweimal die schwache Farbe bedienen zu müssen, ist hier also der Clou und eben auch bedeutsamer als überflüssige Augen zu retten.


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