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Teste Dein Skatwissen regelmäßig mit dem Skat.de-Rätsel. Regelmäßig werden wir 2 knifflige Skaträtsel für Euch bereitstellen. Wähle entsprechend Deiner Fähigkeiten zwischen den Schwierigkeitsgraden. Wer sich und seinem Kopf keine Denkpause gönnt, oder diese gar nicht erst benötigt, findet in unserem Skataufgaben-Archiv weitere Herausforderungen!


Skat-Rätsel #29, Kategorie:schwer

Weniger ist manchmal mehr

 

Die Gegenpartei hat nach fünf Stichen 21 Augen, der Alleinspieler ist am Zug und hat bei seinem Pik-Spiel noch folgende Karten in der Hand:

 

Vorhand:

 

    

 

Ein Kiebitz sieht die Restkartenverteilung und erklärt, nachdem der Alleinspieler verloren hat, dass dieser bei korrekter Abwicklung und mit Kenntnis der ihm selbst als Kiebitz bekannten Verteilung zu Beginn des sechsten Stiches die Partie hätte noch sicher gewinnen können. Die letzten Karten der Gegenspieler sind:

 

Mittelhand:

 

    

 

Hinterhand:

 

    

 

Wie hat der Alleinspieler sein Spiel verloren?

 

Wie hätte er ab dem sechsten Stich agieren müssen, um das Spiel bei bekannter Veteilung sicher zu gewinnen?

 

Wäre diese Spielabwicklung nicht auch bei unbekannter Restkartenverteilung die aussichtsreichere gewesen?

 

Lösung Skat Rätsel: Schwer

 

Wie hat der Alleinspieler sein Spiel verloren? 6. Herz Dame Pik Ass Karo 10 - 24 / - 45 7. Karo König Karo 8 Karo Bube 8. Herz 8 Karo Dame Karo 7 9. Pik 8 Pik 7 Kreuz 9 10. Pik Bube Kreuz Bube Kreuz Ass - 15 / - 60 Wie hätte er ab dem sechsten Stich agieren müssen, um das Spiel bei bekannter Veteilung sicher zu gewinnen? Wenn der Alleinspieler im sechsten Stich einen Buben aufspielt, gelingt es ihm immer, die noch erforderlichen 10 (es werden mindestens 11) Augen einzusammeln. Wenn der Trumpf führende Gegenspieler im sechsten Stich mitnimmt, verliert er sein Trumpf Ass durch zweimaligen Abwurf des Alleinspielers bzw. sein Partner nimmt zur Rettung von Pik Ass ein Karo Bild mit und der Alleinspieler erhält Karo 10. Bleibt Mittelhand mit der Pik 7 drunter, setzt der AS natürlich mit seinen Herzkarten fort. Wird zweimal abgeworfen, erhält er zu den 2 Augen des sechsten Stiches weitere 10. Sticht Mittelhand die Herz Dame nebst Schmierung, rettet der Alleinspieler seinen zweiten Buben und erhält mit den Karobildern insgesamt 62 Augen. Wäre diese Spielabwicklung nicht auch bei unbekannter Restkartenverteilung die aussichtsreichere gewesen? Tatsächlich ist das Bauernaufspiel von Haus aus die erfolgsversprechendere Variante. Selbst, wenn der AS weiß, dass die drei Resttrümpfe der Gegenpartei sich komplett bei Mittelhand befinden, macht es wenig Sinn durch frühzeitiges Aufspiel der Herz Dame (Herz 8 im 6. Stich ändert nichts an der Abwicklung, Entscheidung fällt dann in Stich 7) den vorhersehbaren Spielverlauf zu riskieren. Hat nämlich Mittelhand noch ein Volles, bekommt dieses der Alleinspieler unabhängig von seinem Aufspiel. Bleibt die Gegenpartei unter dem Buben, ist sicher, dass der AS drei der letzten 5 Stiche macht und, weil ihm die Restkarten und alle Augenstände bekannt sind (besser: sein sollten), mindestens 62 Augen bekommt. So haben die Gegner also zusätzlich zu einer für den AS günstigen Verteilung eine erheblich größere Chance, einen Spielfehler zu machen. Und durch den Spielverlauf ergibt sich auch der Grund für den Namen dieser Skat-Aufgabe: Die Gegenpartei, die aufgrund der Restkartenkonstellation immer in der Lage ist, drei der letzten fünf Stiche zu machen, muss zwingend auf einen Stich verzichten, um die Option 60 ziehen zu können, wenn Vorhand die Fortsetzung von Herz Dame gewählt hat. Im achten Stich könnte Mittelhand durchaus auf die Idee kommen, durch erneuten Abstich mit Pik 7 einen dritten Stich zu sichern, was aber wiederum nur dem AS hilft, seinen letzten Buben nach Hause zu bekommen. Hat Mittelhand korrekt mitgezählt, wartet er geduldig auf den Buben von Vorhand und das Volle seines Partners, da ein eventuell zusätzlich mögliches Bild, das in diesem Fall gedrückt sein könnte/ist, nicht benötigt wird.

 


Skat-Rätsel #29, Kategorie:leicht

Topfindung neulich beim Skat

 

Mut wird belohnt! Im Ligaspielbetrieb, bei dem manche Spieler sehr verhalten zu Werke gehen und anders gestrickte Charaktere überaus tapfer Ihre Chancen suchen, um entsprechenden Effekt für Ihre Mannschaft zu erzielen, kommt es immer wieder vor, dass Spieler, die die zwei Karten im Skat nicht als Gefahr, sondern eher als hoffentlich freundlich gestimmte Kameraden betrachten, auf den Stock reizen, und dass dieser Mut auch belohnt wird. Auf Dauer erfolgreich sind dann die Akteure, die entweder ein gutes Gespür aufgrund des bisherigen Listenverlaufs aber auch der Körpersprache der Mitspieler entwickelt haben, noch mehr natürlich die, die wahrscheinlichkeitsmathematisch korrekt entscheiden, ob sich ein nicht zu schüchternes Spekulieren auf günstige Karten im Skat lohnen wird. An guten Tagen ist kontrolliertes Kalkül mit einer Prise Risikobereitschaft bei insgesamt etwas minderwertigerem Kartenmaterial Grundvoraussetzung dafür, im Denksport Skat dennoch zu den Siegern zu gehören.

 

Im folgenden Beispiel hat Vorhand von Mittelhand einen Reizwert von 27 gehalten mit einer nicht unambitionierten Null Ouvert Idee (und, was sich häufig zusätzlich als wichtig herausstellt, einer zweiten Variante, nämlich hier einer minimalen Grand-Option bei entsprechender Idealfindung), mit allerdings vor Skataufnahme Schwächen in allen vier Faben.

 

Vor der Aufnahme des Skates hat er nun folgende zehn Karten auf der Hand:

 

        

 

Tatsächlich hatte Vorhand Glück und hat zwei Karten gefunden, die dafür sorgten, dass er einen unverlierbaren Null Ouvert ansagen konnte. Zusätzlich stellte er dann erfreut fest, dass er in seinem Blatt nur eine einzige sichere Anspielkarte vorzuweisen hatte. Worauf sich nun die Frage des aktuellen Skat-Rätsels anschließt:

 

Wie viele mögliche Topfindungen (bestehend also aus je zwei Karten) gibt es bei obiger Handkarte in Vorhand, die zu einem unverlierbaren Null Ouvert ergänzen, gleichzeitig dem Alleinspieler aber nur eine einzige Karte übrig lassen, die er bei beliebig schlechter Restkartenverteilung gefahrlos anspielen kann?

 

Lösung Skat Rätsel: leicht

 

Um die Bedingungen in obiger Frage korrekt und komplett zu erfüllen, gibt es genau 4 mögliche Findungen. Der Alleinspieler hat im Original Kreuz 9 und Pik 7 gefunden, und konnte so Herz Ass und Karo 10 drücken und besaß so mit Karo 7 noch eben exakt eine risikolose Anspielkarte. Auch bei den anderen Varianten muss Kreuz 9 dabei, sein, weil es sonst mehrere Anspielkarten gäbe, bzw. durch notwendiges Drücken zweier Kreuzkarten nicht alle vier Farben „gesund“ werden konnten. Anspielkarte bleibt jeweils die Karo 7 nach gedrückter Karo 10, statt Herz Ass kann aber auch Pik 9 gedrückt werden, wenn die Herzfarbe „gesund“ gefunden wird, und zwar mit Herz Bube, Herz Dame oder Herz König. Pik 9 und Herz Ass zu drücken durch „gesund“ finden in Karo klappt nicht, da es dann entweder keine oder aber zwei Anspielkarten gäbe, je nach gefundener Karo Lusche.

 

Weitere Rätsel gibt es hier