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Online Skaträtsel und Skataufgaben

Teste Dein Skatwissen regelmäßig mit dem Skat.de-Rätsel. Jeden Monat werden wir 2 knifflige Skaträtsel für Euch bereitstellen. Wähle entsprechend Deiner Fähigkeiten zwischen den Schwierigkeitsgraden. Wer sich und seinem Kopf keine Denkpause gönnt, oder diese gar nicht erst benötigt, findet in unserem Skataufgaben-Archiv weitere Herausforderungen!




Online-Skat-Rätsel #26, Kategorie:schwer

Ein anspruchsvoller Null Ouvert  


Selten genug gibt es eine Kartenverteilung, bei der ein spannender Null Ouvert zustande kommt, über den auch sehr routinierte Spitzenspieler etwas länger diskutieren (sollten). Hier behandeln wir eine tatsächlich stattgefundene Partie, in der der Alleinspieler den Zauberzug aufgrund einer korrekten Analyse des langen Nachdenkens von Mittelhand gefunden hat, weil dieser die Situation nicht schnell genug erkannt hat. Die (bei Karo 2 zu 2 Verteilung dann beabsichtigte) verwirrte Vorstellung von Mittelhand hätte natürlich auch ein Superbluff sein können, um den Alleinspieler durch großes schauspielerisches Talent in eine Falle zu locken, was in diesem Fall allerdings nicht zutraf. Schaffen Sie es in Vorhand den bestmöglichen Vortrag zu wählen? Vielleicht haben Sie ja einen besseren Partner ;-)



Ihr Blatt in Vorhand, nachdem Sie die von Hinterhand gebotenen 24 nicht mehr gehalten haben:



Treffe 8 Treffe 10 Treffe Bube Treffe Dame Treffe Ass Pik König Herz 8 Herz Bube Herz König Karo König



Zum Null Ouvert hat Hinterhand folgende zehn Karten auf den Tisch gelegt:



Treffe 7 Herz 7 Herz 9 Herz 10 Herz Dame Herz Ass Karo 7 Karo 8 Karo Dame Karo Ass



Welche Karte ist in Stich 1 anzuspielen?



Welche Karte wünschen Sie sich für Stich 2 von Mittelhand?



Was spielen Sie im dritten Stich auf, wenn Sie nach dem Karo-Anspiel Ihres Partners mit dem König ans Spiel kommen und Mittelhand nicht den im Sinne des Alleinspielers Gewinnzug Karo Dame geschafft hat?



Lösung Skat Rätsel: Schwer


Welche Karte ist in Stich 1 anzuspielen? Ihr Partner in Mittelhand muss sofort ans Spiel kommen. Und das ohne Risiko, dass der Alleinspieler eventuell eine Karte abwerfen kann, da Sie ja später noch eine Übergabe an Mittelhand spielen müssen. Die einzige sichere Karte für die erste Übergabe ist Kreuz 8, auf die Mittelhand bitte Kreuz 9 legt. Wir dürfen zwingend davon ausgehen, dass Kreuz 9 keine der beiden gedrückten Karten ist, denn diese wäre eine neunte sichere Karte für den Alleinspieler und somit für ihn unbedingt festzuhalten gewesen.

Welche Karte wünschen Sie sich für Stich 2 von Mittelhand? Ihr Siegplan ist klar, da es keine Abwurfmöglichkeit für Ihren Karo König gibt: Mittelhand öffnet nun direkt Karo. Als Vorhandspieler würde ich mich besonders über Karo 10 freuen, weil die so ein bisschen unauffällig daher kommt. Aber auch 9 und Bube werden in den seltensten Fällen den Alleinspieler dazu bewegen, sich eventuell selbst kaputt zu spielen und hier (ob tapfer oder irre) mit der Dame zu steigen.

Was spielen Sie im dritten Stich auf, wenn Sie nach dem Karo-Anspiel Ihres Partners mit dem König ans Spiel kommen und Mittelhand nicht den im Sinne des Alleinspielers Gewinnzug Karo Dame geschafft hat? Bis hier, also zwei Stiche lang, war noch alles vergleichsweise einfach, zumindest in jedem Fall absolut logisch. Nun aber das Problem, wie bekommen wir Mittelhand wieder ans Spiel? Den Abwurf des Karo Asses können wir ja verkraften. Da die Übergabe in einer schwarzen Farbe stattfinden muss, die der Alleinspieler ja nicht mehr vor sich liegen hat, ist dieser ja auch nicht zu verhindern. Aber ein Fehlversuch bei der Übergabe sorgt wegen des dann zweiten Abwurfs halt für den Sieg des Alleinspielers. Daher muss also der erste Versuch sitzen. Und leider wissen wir nicht, welche Karten vom Alleinspieler gedrückt sind. Eine Übergabe kann nur gelingen, wenn unser Partner in Mittelhand Kreuz König und/oder Pik Ass führt. Sind diese Karten beide gedrückt, gewinnt automatisch der Alleinspieler. Aber welche Übergabe versuchen wir nun? Müssen wir wirklich raten, eine 50 % Chance suchen? Oder gibt es einen Weg der Informationsgewinnung, der uns hilft, die richtige Entscheidung zu treffen? Ja, den gibt es. Über die eigentliche unbedeutende Farbe Herz kann, wenn Vor- und Mittelhand die gleiche „Skatsprache“ beherrschen, das benötigte Signal übermittelt werden. Insofern ist das Nachspiel einer beliebigen Herzkarte der Meisterzug für Vorhand im dritten Stich. Und nun muss natürlich noch Mittelhand auf Zack sein. Durch das HerzNachspiel muss er erkennen, dass einen Moment Nachdenken nicht schaden kann, Vorhand hat offensichtlich ein Entscheidungsproblem. Führt Mittelhand das Pik Ass, muss er also ein PikNachspiel im vierten Stich provozieren; fehlt ihm der hohe Pik und führt er Kreuz König, weiß er ja zwingend, dass in Kreuz die Übergabe möglich ist. Und die gewünschte Kreuzübernahme erkennt Vorhand am besten durch den Abwurf von Pik 7. Im gewöhnlichen Nullspiel ist eine abgeworfene 7 des Partners ein gebräuchliches Signal, dass in dieser Farbe (voraussichtlich) nichts passiert, was häufig bei einer Konstellation mit 7, 8, 9 in des Partners Hand Anwendung findet, um eben ein Anspiel dieser Farbe zu verhindern. Wenn wir in Vorhand das Gefühl haben, dass Mittelhand etwas zu schnell eine andere Karte im dritten Stich zugelegt hat, können wir ihm ja mit einem weiteren Herz eine zweite Chance geben, nochmal scharf zu kalkulieren. Danach müssen wir uns darauf verlassen, dass die Kommunikation gepasst hat und uns dazu entschließen, je nach Abwurf unseres Partners, die geforderte Fortsetzung wählen.
09.05.2018 Skat news, Online-Skat-Rätsel, Schwer

Online-Skat-Rätsel #26, Kategorie:leicht

Was drückst Du?  


Hinterhand – mit Restchancen auf einen hinteren Gesamtpreis im heutigen Turnier nicht untapfer reizend – bietet Ihnen unangenehme 35. Die Entscheidung über die korrekte Spielansage ist Ihnen somit bereits genommen worden, Sie müssen wohl Grand spielen, immerhin ja in Vorhand.



Sie halten nach Aufnahme des Skats folgende zwölf Karten in der Hand:



Treffe Bube Pik Bube Treffe König Pik Ass Pik 10 Pik Dame Pik 9 Herz Dame Herz 9 Karo Ass Karo König Karo 8



Welche beiden Karten sollten gedrückt werden und warum?



Lösung Skat Rätsel: leicht


Die korrekte Drückung ist hier auf jeden Fall das vierfache K, also Kreuz König und Karo König. Natürlich sieht eine 7-Augen-Drückung schön aus mit einer guten Schneider-Chance bei mehrfach nicht ungünstiger Verteilung, aber folgende simple Rechnungen dürften klar machen, dass 8 Augen in Sicherheit gebracht werden sollten.

a) Restkartenbetrachtung für den Fall, dass Pik 2 zu 1 verteilt ist, die Buben aber auf einer Hand stehen: die Gegner erhalten die letzten drei Stiche und können in diese zwei Asse, drei Zehner und den Herz König, also 56 Augen mit einbringen; schön wäre, wir gäben nur eine Dame ab ;-)

b) Der andere interessante Fall, der nicht worst case wäre, ist, dass es zwar verteilte Buben gibt, aber schlecht stehenden Piken: nachdem der erste Stich also positiv verläuft, muss der Alleinspieler im vierten Stich (wahlweise bereits im dritten) die Gegner mit Pik 9 auf Pik König ans Spiel bringen. Und auch hier sind die gedrückten 8 Augen wiederum von Vorteil. Der Alleinspieler bekommt nämlich nach Hause 8 Augen mit den vier Buben, 24 Augen in Pik und Karo Ass, was zusammen 43 Augen ergibt. Bei nun gedrückten 8 Augen für in Summe 51 genügt es dem Alleinspieler also, eine 10 zu erobern, was in Karo gelingen könnte, im Original bereits nach Schmierung Kreuz Ass im Folgestich mit nachgespielter Kreuz 10 möglich war.

Auch bei dieser Partie gilt mal wieder „lieber langsam und richtig als schnell und falsch“; wer undurchdacht das Spiel schön (nämlich neben Kreuz König die Herz Dame) drückt, hat jedenfalls bei nicht bzw. halb günstiger Verteilung mit nicht allzuviel Mitleid zu rechnen, wenn das Spiel mit 60 verloren gehen sollte.
09.05.2018 Skat news, Online-Skat-Rätsel, Leicht
Weitere Rätsel gibt es hier

Willkommen auf dem Skat-Trainingsplatz

Fit bleiben mit Skat-Rätseln

Unter der Rubrik Skat-Rätsel könnt ihr regelmäßig euer Skatwissen testen. Hier findet Ihr jeden Monat neue, knifflige Skataufgaben, die es zu lösen heißt. Wenn Ihr euch eher zu den Skat-Einsteigern zählt, solltet ihr mit der einfachen Variante starten. Für Skat-Profis stellen wir aber auch ein anspruchsvolleres Skat-Rätsel bereit. Habt ihr die Rätsel in beiden Schwierigkeitsgraden gelöst und möchtet noch weiter rätseln? Dann schaut in das Skat-Rätsel Archiv und findet noch weitere Herausforderungen.

 

Wir alle wissen: Für den Skat-Spieler ist es wichtig strategisch und vorausschauend zu agieren. Wie könnten die Karten bei den Gegenspielern verteilt sein? Lohnt sich ein Bluff oder sollte man sicher seine Stiche nach Hause bringen? Trainiert mit unseren Rätseln Euer strategisches Denken!

Strategie entscheidend beim Skat

Wie geht Ihr beispielsweise mit der folgenden Aufgabe um? Die Mittelhand hat bis 45 gereizt. Du hast in der Vorhand nach Aufnahme des Skats nun folgende 12 Karten Herzbube, Kreuz 8 und 9, Pik 7, 9, Dame, König, Ass sowie Herz 7, 8, Dame und Ass. Welche beiden Karten wirst Du wohl drücken? Die Auflösung lautet: Als Spiel kommt für Euch bei diesem Reizwert nur Null Ouvert in Frage. Und auch der kann nur Erfolg haben, wenn die restlichen Pik-Karten nicht auf einer Hand liegen. Daher macht es nur Sinn die beiden Kreuz-Karten zu drücken. Strategisch gesehen ist das Anspiel der Pik 9 bei jeder beliebigen 2-zu1-Verteilung der drei restlichen Pik-Karten unverlierbar. Um dieses und andere Skat-Rätsel zu lösen muss man sich auch mit den internationalen Skatregeln auskennen. Schließlich soll es auf den Turnieren und Meisterschaften nach diesen Regeln und somit sportlich fair zugehen. Das Altenburger Skatgericht wacht dabei über die internationale Skatordnung. Die jährlich 40.000 Anfragen beim Skatgericht zeigen, dass die Regeln umfassend sind und manchmal auch verschieden ausgelegt werden können.

 

Skatregeln dienen als Grundlage

Beim Reizen wird ermittelt, welcher Spieler den höchsten Spielwert bieten kann. Der Gewinner kann den Skat aufnehmen, muss aber wieder zwei Karten wegdrücken. Jeder spielt anschließend mit je zehn Karten. Der Gewinner des Reizens bestimmt, was für ein Spiel gespielt wird und muss sich dann als Alleinspieler gegen seine beiden Gegner durchsetzen, um das Spiel für sich zu entscheiden.  Der Spieler in Vorhand beginnt mit einer Karte seiner Wahl. Beim Skat besteht Bedienpflicht, welche nun im Uhrzeigersinn angewendet wird.  Wer den Stich gewinnt, beginnt die nächste Runde. Hat der Alleinspieler am Ende des Spiels die meisten Augen gesammelt, hat er das Spiel gewonnen. Die einzige Ausnahme ist das Nullspiel, bei dem der Alleinspieler keinen Stich bekommen darf, um zu gewinnen.

 

Alle diese Regeln bilden auch die Grundlage für unsere Skat-Rätsel. Wer sich also regelmäßig den Rätseln stellt, der kann so sein Skat-Wissen immer weiter ausbauen. Außerdem bieten unsere Lösungen wichtige strategische Hinweise für jeden Skat-Spieler.