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Online Skaträtsel und Skataufgaben

Teste Dein Skatwissen regelmäßig mit dem Skat.de-Rätsel. Regelmäßig werden wir 2 knifflige Skaträtsel für Euch bereitstellen. Wähle entsprechend Deiner Fähigkeiten zwischen den Schwierigkeitsgraden. Wer sich und seinem Kopf keine Denkpause gönnt, oder diese gar nicht erst benötigt, findet in unserem Skataufgaben-Archiv weitere Herausforderungen!




Online-Skat-Rätsel #27, Kategorie:leicht

Skat-Mathematik – Grand Ouvert?  


Heute einmal die ganz simple Frage: Sitzen Sie richtig? Welche Position ist unter welchen Bedingungen die beste Position, um einen Grand Ouvert als Alleinspieler gewinnen zu wollen? Welche Voraussetzungen müssen in der Hand des Alleinspielers überhaupt gegeben sein, um einen sicheren Grand Ouvert haben zu können? Welche Unterschiede gibt es zwischen den Positionen zahlenmäßig?



Lösung Skat Rätsel: leicht


Klar ist, dass es in Vorhand unfasbar viel mehr Grand Ouverts gibt als in den anderen Positionen. Vorne reichen auch schon mal zwei beste Buben, die natürlich in anderen Positionen mit Abstichrisiko keinen Grand Ouvert (manchmal keinen Grand, je nach Reizung gar kein Spiel zulassen würden. Direkt ein Beispiel dazu aus dem echten Skatleben. SkatMasters Halbfinale 2014, ich hatte den Tisch gut im Griff, denke gerade in Hinterhand mit zwei roten Buben, Kreuz Ass 10 zu fünft und einem weiteren Ass daneben, dass ich dieses Spiel notwendigenfalls auch als Kreuz Hand spielen möchte und wahrscheinlich gewinnen werde, um meinen Vorsprung auszubauen. Da sagt Arno plötzlich Grand Ouvert an. Er hat Kreuz und Pik Bube und in zwei Fraben jeweils Ass 10 König Lusche. Und natürlich Vorhand, grrr. Tatsächlich gibt es - allerdings nur ganz wenige - Ausnahmen von der Vermutung, dass ein sicherer Grand Ouvert in anderer als der Aufspielposition zwingend alle vier Buben beinhalten muss.

Wo es auch keinen Abstich geben kann, ist die Variante drei starke Buben mt allen sieben Karten einer beliebigen Fehlfarbe. Und mit dieser Verteilungsidee sind wir schon ganz nah an der Lösung der Frage nach dem zahlenmäßigen Unterschied zwischen Mittel- und Hinterhand. In Hinterhand gibt es nämlich tatsächlich mehr Varianten eines unverlierbaren Grand Ouverts, die Differenz beträgt exakt 4. Während für den eben beschriebenen Fall noch gilt, dass Kreuz Pik Karo Bauer in beliebeiger Position gepaart mit einem Siebenerfeld immer zum sicheren Sieg reichen, ist die Bauernkonstellation Kreuz Herz Karo mit einem 7er-Feld nur in Hinterhnd gewonnen, da es keinen Überstich nach Aufspiel einer extrem langen Farbe bei Vorhand geben kann.

Somit gibt es in Hinterhand exakt 4 zusätzliche Grand Ouverts, die in Mittelhand verlierbar sind. Wer nun sagt, klar, das Spiel Kreuz Herz Karo Bube und 7 mal eine Farbe in Mittelhand kommt ja sowieso nicht vor, den darf ich enttäuschen. Einer der prominentesten Skatspieler überhaupt erzählte mir letztens in einem Gespräch über eben dieses Thema, dass er mit am Tisch war, als exakt dieser Grand Ouvert in Mittelhand auf die einzig mögliche Art und Weise verloren worden ist. Vorhand griff dabei noch gefühlvoll in die korrekte seiner beiden 5er-Längen, von der nämlich die beiden Restkarten im Skat lagen; so brutal bzw. schön kann Skat sein.

28.08.2018 Online-Skat-Rätsel, Leicht

Online-Skat-Rätsel #27, Kategorie:schwer

Skat-Mathematik – Null Ouvert Hand  


Heute einmal die ganz simple Frage: Sitzen Sie richtig? Welche Position ist unter welchen Bedingungen die beste Position, um einen Null Ouvert Hand als Alleinspieler gewinnen zu wollen?



Lösung Skat Rätsel: Schwer


Generell kann man sicherlich folgende Kartenkonstellationen für die Hand des Alleinspielers bei einem Null Ouvert (Hand) unterscheiden:

a) alles gesund

b) alles gesund, aber es mangelt an einer sicheren Anspielkarte (also zum Beispiel in zwei Farben 7 9 10 D A; oder Kombinationen aus Farben mit etwa 7 9, 7 8 B, 7 8 B D, 7 8 9 K)

c) eine kleine Einzelschwäche, z. B. 7 9 D, 7 10, blanke 8, blanke 9, 8 9, 7 8 10 A und ähnliches



Interessant für mich wäre, zu sehen, wie viele der nun aufgeführten Verteilungen Sie bei der Beantwortung der Frage durchdacht haben ;-)



Zu a) gilt: Wenn alle zehn Karten komplett safe sind, ist die Position, in der der Alleinspieler sitzt, total egal. Es wird das nächste Spiel gemischt und der Alleinpieler freut sich über 59 Punkte, plus in Turnierlisten 50 Wertungspunkte für ein gewonnenes Spiel.



Zu b) gilt: Hier gilt es nun zu schauen, was sich wie die sicherste Anspielvariante anfühlt, besser, was nach Wahrscheinlichkeitsbetrachtung das geringste Risiko haben dürfte. Damit ein Alleinspieler mit Aufspiel der 9 von einer Farbe mit 7 9 seinen Null Ouvert Hand verliert, muss einer der Gegner diese Farbe gar nicht führen; die 6 Restkarten müssen sich also sämtlich in der Hand des anderen Gegners und im Skat befinden, wobei natürlich die 8 nicht im Stock liegen darf. Bei einem Anspiel von längeren Farben mit 7 9 B, 7 9 B K oder ähnlich erhöht sich das Risiko, dass ein Spieler diese Farbe nicht führt und man eine Lücke öffnet, die einen später kaputt macht. Auch beim Öffnen eines 6er-Feldes ohne die schützende 8, also z. B. von 7 9 10 B K A ist die Gewinnwahrscheinlichkeit des Alleinspielers nur knapp über 40 %. Wenn man z. B. aufgrund einer verdächtigen Reizung nicht von einem 4er-Feld 7 9 B K öffnen möchte und man nur die Wahl zwischen einem eben beschriebenen 4er- und 6er-Feld hat, ist vom 6er-Feld übrigens die 7 die aussichtsreichere Anspielkarte.



Zu c) gilt: Ist die Schwäche z. B. 8 9 ist es schön, selbst anspielen zu dürfen, um die Chance einer blanken 7 mit eventuell ausreichend Abwürfen des anderen Gegners zu haben. Eine Farbe 7 8 10 A ist durchaus anspielgeeignet, wenn man sich sonst eine zusätzliche Baustelle aufmachen müsste. Einige Aufgaben zu eben diesem Thema gibt es bereits in dieser Skat-Rätsel-Sammlung. Für eine blanke 8, 9 oder je nach Risikobereitschaft und dem Turnierzwischenergebnis geschuldet sogar 10 ist es besonders prima, wenn man Anspiel hat, um zu hoffen, dass einer der Gegner mitnehmen muss. Für Farben mit 7 10, 7 9 D, die ja von den Gegnern kaputt gespielt werden müssen, gilt, dass man diese wohl am liebsten in Hinterhand haben möchte, da es eine Reihe Verteilungen geben kann, die für die Gegner das Problem mit sich bringen, dass man nicht oder nicht oft genug in Mittelhand gebracht werden kann. Mittelhand dürfte also nach dieser Analyse nie die beste Position für einen Null Ouvert Hand sein, wenn man nicht besondere Reizungen und Übergabeprobleme in die Argumentation mit einbeziehen will. Hier noch ein Spezialfall als Hausaufgabe: blanke 7 - blanke 8 - 7 8 9 10 B D K A bei entsprechender Reizung, die Stockaufnahme für das achttrümpfige Farbspiel nicht zugelassen hätte Welches ist die beste Position?



28.08.2018 Online-Skat-Rätsel, Schwer
Weitere Rätsel gibt es hier

Willkommen auf dem Skat-Trainingsplatz

Fit bleiben mit Skat-Rätseln

Unter der Rubrik Skat-Rätsel könnt ihr regelmäßig euer Skatwissen testen. Hier findet Ihr jeden Monat neue, knifflige Skataufgaben, die es zu lösen heißt. Wenn Ihr euch eher zu den Skat-Einsteigern zählt, solltet ihr mit der einfachen Variante starten. Für Skat-Profis stellen wir aber auch ein anspruchsvolleres Skat-Rätsel bereit. Habt ihr die Rätsel in beiden Schwierigkeitsgraden gelöst und möchtet noch weiter rätseln? Dann schaut in das Skat-Rätsel Archiv und findet noch weitere Herausforderungen.

 

Wir alle wissen: Für den Skat-Spieler ist es wichtig strategisch und vorausschauend zu agieren. Wie könnten die Karten bei den Gegenspielern verteilt sein? Lohnt sich ein Bluff oder sollte man sicher seine Stiche nach Hause bringen? Trainiert mit unseren Rätseln Euer strategisches Denken!

Strategie entscheidend beim Skat

Wie geht Ihr beispielsweise mit der folgenden Aufgabe um? Die Mittelhand hat bis 45 gereizt. Du hast in der Vorhand nach Aufnahme des Skats nun folgende 12 Karten Herzbube, Kreuz 8 und 9, Pik 7, 9, Dame, König, Ass sowie Herz 7, 8, Dame und Ass. Welche beiden Karten wirst Du wohl drücken? Die Auflösung lautet: Als Spiel kommt für Euch bei diesem Reizwert nur Null Ouvert in Frage. Und auch der kann nur Erfolg haben, wenn die restlichen Pik-Karten nicht auf einer Hand liegen. Daher macht es nur Sinn die beiden Kreuz-Karten zu drücken. Strategisch gesehen ist das Anspiel der Pik 9 bei jeder beliebigen 2-zu1-Verteilung der drei restlichen Pik-Karten unverlierbar. Um dieses und andere Skat-Rätsel zu lösen muss man sich auch mit den internationalen Skatregeln auskennen. Schließlich soll es auf den Turnieren und Meisterschaften nach diesen Regeln und somit sportlich fair zugehen. Das Altenburger Skatgericht wacht dabei über die internationale Skatordnung. Die jährlich 40.000 Anfragen beim Skatgericht zeigen, dass die Regeln umfassend sind und manchmal auch verschieden ausgelegt werden können.

 

Skatregeln dienen als Grundlage

Beim Reizen wird ermittelt, welcher Spieler den höchsten Spielwert bieten kann. Der Gewinner kann den Skat aufnehmen, muss aber wieder zwei Karten wegdrücken. Jeder spielt anschließend mit je zehn Karten. Der Gewinner des Reizens bestimmt, was für ein Spiel gespielt wird und muss sich dann als Alleinspieler gegen seine beiden Gegner durchsetzen, um das Spiel für sich zu entscheiden.  Der Spieler in Vorhand beginnt mit einer Karte seiner Wahl. Beim Skat besteht Bedienpflicht, welche nun im Uhrzeigersinn angewendet wird.  Wer den Stich gewinnt, beginnt die nächste Runde. Hat der Alleinspieler am Ende des Spiels die meisten Augen gesammelt, hat er das Spiel gewonnen. Die einzige Ausnahme ist das Nullspiel, bei dem der Alleinspieler keinen Stich bekommen darf, um zu gewinnen.

 

Alle diese Regeln bilden auch die Grundlage für unsere Skat-Rätsel. Wer sich also regelmäßig den Rätseln stellt, der kann so sein Skat-Wissen immer weiter ausbauen. Außerdem bieten unsere Lösungen wichtige strategische Hinweise für jeden Skat-Spieler.