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Skat Masters

Teste Dein Skatwissen regelmäßig mit dem Skat.de-Rätsel. Jeden Monat werden wir 2 knifflige Rätsel für Euch bereitstellen. Wähle entsprechend Deiner Fähigkeiten zwischen den Schwierigkeitsgraden. Wer sich und seinem Kopf keine Denkpause gönnt, oder diese gar nicht erst benötigt, findet in unserem Skat-Rätsel Archiv weitere Herausforderungen!

 

 


Skat-Rätsel 21 schwer

Safety first

Bis zu welchem Reizwert hat der Spieler in Hinterhand ein unverlierbares Spiel? Folgende zehn Karten hat er während des Reizvorgangs in der Hand:

 

 

Bitte nennen Sie als Lösung lediglich den letzten Reizwert, den der Spieler mit obigen Handkarten reizen darf, wenn er mit einhundertprozentiger Sicherheit ein Spiel gewinnen will.

 

 

Der Rätseltyp „Safety first"

 

 

 

Beim Aufgabentyp „Safety first“ ist im Rahmen einer kompletten Vorab-Analyse und getreu dem Motto „Alles andere ist Bungee“ der für die vorliegenden Karten nebst Spielposition höchste Reizwert zu benennen, bei dem der Alleinspieler ein Spiel unter ungünstigster Kartenverteilung (die auch erst während des Spiels bestimmt werden könnte) immer gewinnt. Man nennt dies, ein Spiel ist (auch theoretisch) unverlierbar. Voraussetzung für den Alleinspieler ist natürlich stets korrektes Bedienen, dem Spielverlauf entsprechend einwandfreier Kartenvortrag und ausreichend Gesundheit bis Spielende. Ob man im Einzelfall auf einige dieser sicheren Punkte in Hoffnung auf große Prämie (z. B. durch günstigen Stock oder entsprechende Verteilung der Restkarten) verzichtet bzw. bereit ist, diese in Gefahr zu bringen, ist hier nicht Diskussionspunkt, sondern es geht um sachliche Vermeidung eines Super-GAUs. Wer im Live-Skat nach der Devise „No risk, no fun“ vorgeht, wird sicherlich sehr häufig der erfolgreichere Spieler sein, hier geht es aber nur um die nackte Theorie. 

 

 

 

 

 

 

Lösung Skat Rätsel: Schwer

 

Die Lösung lautet 60

 

 

Begründung:

 

 

Der höchste Reizwert, bis zu dem die vorliegende Karte in Hinterhand unverlierbar ist, beträgt 60 für Herz Hand mit Vieren. Selbstverständlich werden die meisten Spieler in Erwartung einer kleinen Hilfe im Stock, um dann Grand spielen zu können, bei Reizungen bis einschließlich 50 den Stock anschauen, um sich, im Falle von z. B. gefundenen Bildern in den anderen Farben, dann doch für ein sicheres Farbspiel zu entscheiden. Das Herz Hand Spiel in Hinterhand ist unverlierbar, was aufgrund acht sicherer Stiche für den Alleinspieler direkt einzusehen sein dürfte. Aber warum nicht Pik Hand mit Reizwert 66? Gibt es dort nicht auch acht Stiche, egal, ob Herz eröffnet wird oder nicht? Nein. Wenn Vorhand Herz Lusche aufspielt und Mittelhand mit Pik Ass sticht, hat die Gegenpartei 11 Augen aus dem ersten Stich. Danach folgen noch zwei weitere Stiche mit 28 Augen in Herz und zwei Schmierungen des Spielers, der sein Trumpf Ass im ersten Stich gerettet hat. Auf diese Weise können die Gegenspieler 61 Augen erreichen. Diese Kombination ist aufgrund des Pik Königs in der Karte von Hinterhand beim Herz Hand nicht möglich. Sollte der erste Stich bei einem versuchten Pik Hand wie aufgeführt gelingen und die Karte entsprechend verteilt sein, ist es sogar nicht einmal unrealistisch, dass die restliche Abwicklung des Spiels durch die Gegenpartie so durchgeführt wird, da bereits sehr viel durch Stich 1 geklärt werden konnte und sich dem Spieler in Vorhand die Idee exakt dieses Gewinnwegs direkt offenbart. Und Hinterhand wird, wenn er auf denselben Gedanken kommt, ein Einspiel in Trumpf versuchen bzw. eine Bildkarte (im Idealfall König) von einer Farbe, in der er nicht beide Vollen führt, oder noch besser eine asslose 10, wenn die beiden Vollen der vierten Farbe vorhanden sind, anspielen, um eine Übergabe an seinen Partner im Falle eines Abwurfs der Herz Dame ausreichend augenträchtig zu gestalten.

 

 

 

25.04.2017 Skat-Rätsel, Schwer

Skat-Rätsel 21 leicht

Minimale Ausgangslage

Eine ganz simple Frage steht im Mittelpunkt dieser Aufgabe:

 

Wie viele Augen muss ein Spieler in Mittelhand mindestens in seinen zehn Handkarten führen, um einen - auch bei beliebig schlechter Restkartenverteilung - unverlierbaren Grand Hand haben zu können?

 

 

 

Lösung Skat Rätsel: Leicht

 

Klar dürfte sein, dass die Gegenpartei höchstens drei Stiche bekommen sollte, da ja viele Volle in den Händen der Gegenspieler sein werden. Auch sind Abstiche zu vermeiden, und da Buben nur 2 Augen zählen, sollten sich die vier Jungs in der Hand des Alleinspielers befinden. Stehkarten mit wenig Augen ergeben sich am ehesten durch eine lange Farbe. Bei Dreistich-Varianten bleibt zusätzlich zu berücksichtigen, dass zumindest ein Stich der Gegner mit einem Bild gemacht werden muss, damit nicht sechs Volle in den drei Stichen landen.

 

 

Genau diese Vorüberlegungen berücksichtigend ergibt sich die Bestlösung mit der für den sicheren Grand Hand minimalen Augenzahl von (passend zur Aufgabennummer, hihi)

 

 

21

 

 

Neben den vier Buben erhält der Alleinspieler eine blanke Lusche und fünf Karten einer beliebigen Farbe. Und da reichen ihm neben drei Luschen, von denen er später zwei abgibt, als Augenträger die 10 und die Dame. So können die Gegner exakt maximal 58 Augen machen.

 

 

Beispielhaft könnte die Mittelhandkarte also so aussehen:

 

 

Kreuz Bube, Pik Bube, Herz Bube, Karo Bube, Pik 10, Pik Dame, Pik 9, Pik 8, Pik 7, Karo 8

 

 

 

 

 

 

25.04.2017 Skat-Rätsel, Leicht

Willkommen auf dem Skat-Trainingsplatz

Fit bleiben mit Skat-Rätseln

Unter der Rubrik Skat-Rätsel könnt ihr regelmäßig euer Skatwissen testen. Hier findet Ihr jeden Monat neue, knifflige Skataufgaben, die es zu lösen heißt. Wenn Ihr euch eher zu den Skat-Einsteigern zählt, solltet ihr mit der einfachen Variante starten. Für Skat-Profis stellen wir aber auch ein anspruchsvolleres Skat-Rätsel bereit. Habt ihr die Rätsel in beiden Schwierigkeitsgraden gelöst und möchtet noch weiter rätseln? Dann schaut in das Skat-Rätsel Archiv und findet noch weitere Herausforderungen.

 

Wir alle wissen: Für den Skat-Spieler ist es wichtig strategisch und vorausschauend zu agieren. Wie könnten die Karten bei den Gegenspielern verteilt sein? Lohnt sich ein Bluff oder sollte man sicher seine Stiche nach Hause bringen? Trainiert mit unseren Rätseln Euer strategisches Denken!

Strategie entscheidend beim Skat

Wie geht Ihr beispielsweise mit der folgenden Aufgabe um? Die Mittelhand hat bis 45 gereizt. Du hast in der Vorhand nach Aufnahme des Skats nun folgende 12 Karten Herzbube, Kreuz 8 und 9, Pik 7, 9, Dame, König, Ass sowie Herz 7, 8, Dame und Ass. Welche beiden Karten wirst Du wohl drücken? Die Auflösung lautet: Als Spiel kommt für Euch bei diesem Reizwert nur Null Ouvert in Frage. Und auch der kann nur Erfolg haben, wenn die restlichen Pik-Karten nicht auf einer Hand liegen. Daher macht es nur Sinn die beiden Kreuz-Karten zu drücken. Strategisch gesehen ist das Anspiel der Pik 9 bei jeder beliebigen 2-zu1-Verteilung der drei restlichen Pik-Karten unverlierbar. Um dieses und andere Skat-Rätsel zu lösen muss man sich auch mit den internationalen Skatregeln auskennen. Schließlich soll es auf den Turnieren und Meisterschaften nach diesen Regeln und somit sportlich fair zugehen. Das Altenburger Skatgericht wacht dabei über die internationale Skatordnung. Die jährlich 40.000 Anfragen beim Skatgericht zeigen, dass die Regeln umfassend sind und manchmal auch verschieden ausgelegt werden können.

 

 

Skatregeln dienen als Grundlage

Beim Reizen wird ermittelt, welcher Spieler den höchsten Spielwert bieten kann. Der Gewinner kann den Skat aufnehmen, muss aber wieder zwei Karten wegdrücken. Jeder spielt anschließend mit je zehn Karten. Der Gewinner des Reizens bestimmt, was für ein Spiel gespielt wird und muss sich dann als Alleinspieler gegen seine beiden Gegner durchsetzen, um das Spiel für sich zu entscheiden.  Der Spieler in Vorhand beginnt mit einer Karte seiner Wahl. Beim Skat besteht Bedienpflicht, welche nun im Uhrzeigersinn angewendet wird.  Wer den Stich gewinnt, beginnt die nächste Runde. Hat der Alleinspieler am Ende des Spiels die meisten Augen gesammelt, hat er das Spiel gewonnen. Die einzige Ausnahme ist das Nullspiel, bei dem der Alleinspieler keinen Stich bekommen darf, um zu gewinnen.

 

Alle diese Regeln bilden auch die Grundlage für unsere Skat-Rätsel. Wer sich also regelmäßig den Rätseln stellt, der kann so sein Skat-Wissen immer weiter ausbauen. Außerdem bieten unsere Lösungen wichtige strategische Hinweise für jeden Skat-Spieler.