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Daniel Schäfer Interview und Video

11.04.2017

Heute wollen wir euch den YouTube Kanal des zweimaligen Skat Masters Gewinners Daniel Schäfer vorstellen. Daniel betreibt auch seit kurzem die Seite www.skatinsel.de , auf welcher er jung und alt für Skat begeistert. Wieviel ihm daran liegt, Skat zu erhalten und wieder in der Wahrnehmung der Leute präsenter zu machen, könnt Ihr in unserem Interview mit ihm nachlesen.

 



Hier findet Ihr das erste Video des Kanals "Skat lernen" und im Anschluss das Interview mit Daniel. Viel Spaß!

 

 



Stell dich doch kurz vor und erzähl uns ein bisschen von dir.

Hi, ich bin Daniel, komme aus Hamburg und bin mittlerweile 38 Jahre alt. Neben meiner Familie und meinem Hauptjob bei Hapag-Lloyd ist das Skatspiel meine ganz große Leidenschaft.

Wann hat dich das Skatfieber gepackt?

Das ging los als ich 16 war. Wir spielten damals in einer Gruppe in den Pausen auf dem Schulhof und einer von uns entdeckte, dass es in unserem Sportverein - dem TUS Berne - auch eine Skatsparte gab. Die haben wir uns dann mal angesehen und sind prompt da geblieben, auch dank des Vorsitzenden Erwin Winkler, der dafür sorgte, dass wir als Jugendliche die Getränke immer frei bekamen.

Gerade am Anfang waren wir für die geübten Spieler wie Kanonenfutter, aber das wollten wir uns natürlich nicht lange bieten lassen und haben umso fleißiger trainiert.

Wie oft spielst du Skat?

Unter der Woche oft nur einmal. An den Wochenenden ist es dann ganz unterschiedlich, da gibt es aber meist schon 1 – 2 Mal im Monat Spieltage, Meisterschaften oder Turniere. Dann wird schnell mal 8 – 10 Stunden am Tag gespielt.

Was macht für dich den Reiz dieses Spiels aus?

Da gibt es so viele Aspekte! Die Strategie, die Vielfalt der Möglichkeiten und das menschliche Miteinander sind ja sehr bekannt. Was mich darüber hinaus besonders reizt, ist irgendwo auch die Härte dieses Spiels, wie es dich immer und immer wieder auf die Bretter schickt, egal wie lange du schon übst. Es kann dich zum Lachen bringen, aber häufig auch zum Schreien.

Und dann gibt’s nur eins: Aufstehen, hinten anstellen und neu versuchen!

Was war dein persönlich größter Erfolg im Skat Sport?

2014 und 2015 das Skat Masters zu gewinnen war schon geil! Darüber hinaus gab es viele weitere Highlights – am meisten Spaß bringt es mir, wenn ich in einem eingeschworenen Team unterwegs bin. Bei der EM in Koblenz 2015 etwa sind wir mit einer gemischten Mannschaft angetreten, die auf dem Papier wohl nicht zum Favoritenkreis gehörte. Trotzdem konnten wir es lange Zeit spannend machen, wurden am Ende 2ter und ließen einige hochkarätige Mannschaften hinter uns – eine tolle Teamleistung!

Spielst du aktuell in einem Verein? - wenn ja in welchem, welche Liga und was war euer größter Erfolg?

Ich spiele seit diesem Jahr wieder für die SIG Buben aus Elmenhorst in der ersten DSKV-Bundesliga. Die Mannschaft ist in der Liga aktuell Ranglistenerster, spielt also seit über 10 Jahren sehr konstant oben mit. Für den ganz großen Wurf hat es bisher noch nicht gereicht – packen wir es an!

Du hast vor kurzem die Skatinsel gegründet. Was hat dich dazu bewogen?

Ich habe eine Lethargie wahrgenommen, die sich in der Szene ausgebreitet hat. Wir Skatspieler sind eine vom Aussterben bedrohte Spezies, das ist an den nackten Zahlen wie Mitgliedern und Demografie schon seit langem zu beobachten. Dafür gibt es sicher verschiedene Gründe. Einer der wichtigsten dürfte sein, dass heute viel mehr Angebote um die Gunst der Spielefans eifern. Und auch wenn viele Konzepte sich niemals mit der Genialität von Skat messen können, sind fast alle Produkte besser vermarktet als Skat.

Gleichwohl habe ich bei keinem der vielen etablierten Anbieter von Produkten und Dienstleistungen rund ums Skatspiel gesehen, dass auch nur versucht wurde, dem etwas entgegen zu setzen. Es gibt so gut wie kein wahrnehmbares Marketing für Skat, alle haben es sich in der Nische behaglich gemacht.

Diese Bequemlichkeit aufzugeben, auch mal ganz neue Wege zu erproben, aufzuzeigen wie ein engagiertes Marketing für Skat aussehen kann, all das ist der Kern meines Projekts „Skatinsel“.

Welche Möglichkeiten siehst du noch, v.a. jungen Leuten Skat näher zu bringen?

 

Ich denke, das Image zu verbessern ist der Schlüssel. Skat leidet unter dem Vorurteil, ein Altherrenspiel zu sein, welches bei Alkohol und Tabakqualm in Kneipen „gedroschen“ wird. Wir müssen daher viel offensiver zeigen, wie anspruchsvoll, vielfältig, aber auch cool dieses Spiel ist!