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Skat-Rätsel 4 leicht

Korrekte Spielfortsetzung - der dritte Stich

 

Die in Hinterhand sitzende Spielerin erhält erst bei einem Reizwert von 50 das Spiel und sagt mit folgenden 10 Karten einen Grand Hand an:

 

 

 

 

 

Der erste Stich wurde im "Skat-Rätsel 2 leicht" bereits abgehandelt:

 

Auf die angespielte Kreuz 7 legte Mittelhand das Kreuz Ass. Die Alleinspielerin gab Karo 8 dazu, womit die Gegenpartei 11 Augen ihr Eigen nennen kann.

 

Im zweiten Stich spielte Mittelhand die Kreuz 8 nach, wie es bereits im Skat-Rätsel 3 leicht nebst Lösung abgehandelt worden ist, und die Alleinspielerin stach mit Herz Bube. Vorhand hatte keinen Kreuz mehr zu bedienen und legte Karo 7 dabei.

 

 

Frage: Welche der verbleibenden acht Karten soll die Alleinspielerin zum dritten Stich ausspielen?

 

 

Lösung Skat-Rätsel: Korrekte Spielfortsetzung

Betrachten wir zuerst einmal kurz, was keine sinnvolle Forsetzung wäre: einen Buben nachzuspielen. Da der Alleinspielerin in diesem Fall nur noch ein Bube verbliebe und die Pikfarbe noch ungeklärt ist, könnte wiederum eine größere Anzahl an Stichen in die Hände der Gegenpartei gelangen und die Partie verloren gehen. Es muss also eine Karte gespielt werden, die weiterhin dafür sorgt, dass der eingeschlagene Weg mit maximal drei Gegnerstichen eingehalten wird.

 

Eine mögliche Fortsetzung wäre ein Unterzug in Pik mit der Dame in der Hoffnung, dass die Pik 10 nicht zu dritt steht, um den zweiten Stich der Gegenpartei billig zu halten. Für den Fall, dass danach kein Einspiel in eine der Stehkarten (Pik oder eines der anderen Asse) erfolgt, muss Kreuz erneut gestochen werden, um abermals nicht mit einem Buben fortzusetzen, sondern Pik Ass oder die anderen Stehkarten zu spielen (anzubieten), bis der Kreuz Bube, so er denn nicht im Skat liegt, einsticht. Wer so weiterspielt, gewinnt immer. Die Gegenpartei gelangt, es sei denn, beide Gegenspieler bedienen Pik und Kreuz Bube liegt im Skat, locker aus dem Schneider.

 

Die korrekte Karte zum Fortsetzen der Partie ist allerdings das Pik Ass. Sollte Pik 10 blank sitzen und nicht zufällig das verbliebene Luschenpärchen in Pik im Skat sowie der Kreuz Bube in der Hand des anderen Gegenspielers liegen, kann dann zum vierten Stich ein Bube nachgespielt werden und die Partie endet mit der Gewinnstufe Schneider für die Alleinspielerin.

 

Genauso wichtig wie, dass ein Weg des sicheren Sieges nicht mehr verlassen werden soll, ist nämlich der Gedanke, dass, sobald 61 Augen sicher sind, alles getan werden muss, um eventuell eine höhere Gewinnstufe zu erreichen. Und dass ist im vorliegenden Spiel nur durch eine blanke Pik 10 (oder wenn Pik 10 im Skat liegen sollte) bei einem der Gegenspieler zu erreichen. Ist diese günstige Konstellation nicht gegeben, erhält die Gegenpartei zwar bei dieser Variante der Spielabwicklung eventuell mehr Augen, zu verlieren ist die Partie aber nicht mehr, da 11+23+23=57 die maximale Anzahl an Augen ist, die von den Gegnern noch erzielt werden kann.

 

 

 

 


04.09.2014 Leicht, Korrekte Spielfortsetzung