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Teste Dein Skatwissen regelmäßig mit dem Skat.de-Rätsel. Jeden Monat werden wir 2 knifflige Rätsel für Euch bereitstellen. Wähle entsprechend Deiner Fähigkeiten zwischen den Schwierigkeitsgraden. Wer sich und seinem Kopf keine Denkpause gönnt, oder diese gar nicht erst benötigt, findet in unserem Skat-Rätsel Archiv weitere Herausforderungen!

 

 


Skat-Rätsel 19 schwer

Unverlierbar oder nicht?

 

Im Gegensatz zu der Skataufgabe Nummer 19 leicht in dieser Rätsel-Reihe auf www.skat.de gibt es für die folgende Kartenkonstellation keinen tatsächlich vorhandenen Spielablauf. Tatsache ist aber, dass ein sehr prominenter Spieler mit der folgende Karte als Alleinspieler unterlegen war. Im Nachhinein wurde dann diskutiert, ob das Spiel bei beliebiger und unbekannter Kartenverteilung vom Alleinspieler stets so zu steuern ist, dass es theoretisch unverlierbar ist.

 

Nach der Aufnahme des Skates hatte der Alleinspieler in Mittelhand, der ohne Reizung seiner Kontrahenten bei 18 ans Spiel gekommen ist, folgende zwölf Karten auf der Hand:

 

 

 

 

Handelt es sich hier um einen immer unverlierbaren Grand?

 

Und, wenn ja, wie ist die optimale Spielabwicklung?

 

 

 

 

Lösung Skat Rätsel: Schwer

 

Ja, es handelt sich um einen unverlierbaren Grand. Die korrekte Abwicklung ist aber nicht gänzlich trivial. Im Weiteren wird nicht nur auf die Unverlierbarkeit geachtet, sondern auch jeweils die Fortsetzung mit der größten Schneideroption bei der Vorstellung des Musterspielablaufs gewählt. Es werden nicht alle Wege bis zu Ende behandelt, jeweils DLÜ bedeutet „Dem Leser überlassen“. Nach Drücken der beiden schwarzen 8en ist jede aufgespielte Karte (am schlechtesten für den AS wäre sicherlich ein schwarzes Bild) mit Pik oder Herz Bube zu stechen. Kommt eine rote Karte auf den Tisch, gibt es zwar eventuell einen Abstich mit Karo Buben, das Spiel wird aber leicht durchrechenbar ganz sicher gewonnen DLÜ.

 

Im Anschluss muss zuerst der Bube abgeholt werden (wiederum nicht mit Kreuz Buben, um eventuell eine unkorrekte Schmierung zu ermöglichen, falls der Karo Bube beim Spieleröffner sitzt), damit dieser keinen Schaden mehr anrichten kann DLÜ.

 

 

Wer dann glaubt, direkt Herz 10 ziehen zu müssen (wie es wohl der AS tat, dessen Panne wir diese Aufgabe verdanken), kommt nach einem 32-Augen-Stich für die Gegenpartei nicht mehr zurecht, da dann erneut ein schwarzer Augenträger vor ihm liegt DLÜ.

 

 

Bevor die korrekte Fortsetzung mit den Herz Bildern erfolgt, checkt man die Verteilung der restlichen Karo-Karten ab, um bei 2-zu-1-Verteilung dann doch mit Herz 10 bei ebenfalls nicht zu-0-Verteilung den Schneider abzusichern. Hierzu wird Karo 10 gespielt, wiederum um eventuelle Falsch-Schmierung zu ermöglichen. Und, um bei 2-zu-1-Verteilung der Karos bei Fortsetzung mit Herz 10 eine größere Chance zu haben, dass nicht geschmiert wird DLÜ.

 

 

Steht nun der Karo ungünstig 3-zu-0-verteilt, muss mit den Herz Bildern fortgesetzt werden. Bleibt der AS am Spiel, kann er nun die Karo Dame durch erneuten Farbwechsel etablieren, und gewinnt sein Spiel mit acht Stichen DLÜ.

 

 

Bleibt der Fall zu betrachten, dass Herz König mit einem 26er-Stich an die Gegenpartei geht, und der AS in Mittelhand gerät. Einen Stich müssen die Gegner mit Karo König machen, der AS gibt nur 3 Augen dazu. Bedeutet, dass die GP alle drei verbliebenen Vollen heimkriegen muss. Das Anspiel zum nächsten Stich entscheidet nun darüber, ob der AS sticht oder abwirft DLÜ.

 

 

 

 

 

30.01.2017 Schwer, Skat-Rätsel

Skat-Rätsel 19 leicht

Glück im Skat Masters Finale - Ungenauigkeit wurde nicht bestraft

 

Bis vor Spiel 35 der 36er-Liste des diesjährigen Finales in Berlin führte Holger die Tabelle vor Arno und Detlef an. Sein Vorsprung betrug 95 Punkte und Arno überflügelte ihn mit einem Grand (Spielwert 48 plus 50 Punkte für das gewonnene Spiel) in eben diesem 35. Spiel wie folgt:

 

 

Er findet bei „weg“ „weg“: 

 

Er drückt zu seiner Grand-Ansage: 

 

Hier nun der komplette Spielverlauf der 30 zu spielenden Karten mit mitgezählten Augen (+ für den Alleinspieler Arno; - für die Gegenpartei):

 

Skat: +14 Augen

 

1) VH: Kreuz Bube MH: Pik Bube HH: Karo Bube Augen: +20

 

2) VH: Herz Ass MH: Herz Dame HH: Herz 7       Augen: +34

 

3) VH: Herz 10 MH: Herz Bube HH: Herz 9         Augen: -12

 

4) MH: Pik 8 HH: Pik 9 VH: Pik Ass                     Augen: +45

 

5) VH: Herz König MH: Karo 7 HH: Karo 8          Augen: 49

 

6) VH: Karo König MH: Karo Dame HH: Karo Ass Augen: -30

 

7) HH: Pik Dame VH: Karo 9 MH: Pik 10             Augen: -43

 

8) MH: Pik 7 HH: Pik König VH: Kreuz 8              Augen: -47

 

9) HH: Kreuz 9 HH: Pik König MH: Kreuz Dame   Augen: +63

 

10) VH: Herz 8 MH: Kreuz 10 HH: Kreuz 7          Augen: +73

 

Bei Betrachten der gesamten Kartenverteilung stellt man fest, dass alles „rund“ für Arno steht, er also auch bei vielerlei anderen Spielverläufen zwangsläufig als sicherer Sieger aus der Partie hervorgegangen wäre. Sich auf hoffentlich gute Verteilung verlassen zu müssen, kann natürlich auch mal ins Auge gehen. Sobald es eine Spielsituation gibt, in der die Partie gegen jede beliebig schlechte, unbekannte Verteilung der Restkarten gewonnen ist, sollte man zwingend diesen theoretischen Pfad einschlagen, um nicht später böse überrascht zu werden.

 

Nach der wievielten Karte der Partie war das Spiel für Arno (von ihm unbemerkt) unverlierbar?

 

 

Lösung Skat Rätsel: Leicht

 

Da hat Arno aber Glück gehabt, dass die restlichen Karten, als er im sechsten Stich mit Karo vom Spiel geht, so günstig für ihn verteilt sind (tatsächlich komplett symmetrisch, was bedeutet, dass die beiden Gegenspieler in jeder Farbe die jeweils identische Anzahl an Restkarten haben). Außer Herz war noch keine Farbe geklärt. Hätte z. B. der Gegenspieler mit Karo Ass nun noch die restlichen vier Pik-Karten gehabt, hätte Arno keinen einzigen Stich mehr bekommen.

 

 

Wenn es einen Zeitpunkt im Spiel gegeben haben sollte, wo die Partie (objektiv und gegen jegliche Restverteilung) gewonnen war, hätte er im Anschluss im Falle einer Niederlage mit nur sehr wenig Mitleid rechnen dürfen, selbst wenn Argumente wie „mit fünf Piken, zusätzlich einem Buben und einem Ass wäre es sicherlich im Kampf um den Tischsieg zu einer Reizung gekommen“ durchaus schlüssig wären. Und auch eine Restverteilung der Pik-Karten im Verhältnis 3 zu 1, wobei dann die Kreuz-Augen ebenso zu retten gewesen wären, hätte ihn mit 60 Augen zu Fall gebracht. Arnos Gedankengang wird gewesen sein, mit Kreuz Ass und 8 mindestens die Dame rausschneiden zu können/müssen, um dann die 60 sicher zu überqueren.

 

 

Nun aber zur Frage, die ja bereits vorwegnimmt, dass es einen früheren Siegzeitpunkt gab als die 25. Karte, mit der er wieder ans Spiel kam, um dann mit 73 Augen zu gewinnen. Nach der wievielten Karte der Partie war das Spiel für Arno (von ihm unbemerkt) unverlierbar?

 

 

Bereits mit der 8. Karte im Spiel, dem Einstich mit Herz Buben in die vom Alleinspieler aufgespielte Herz 10, war das Spiel unverlierbar. HH muss die letzte Herz Lusche bedienen, die Gegenpartei hat lediglich 12 Augen, und macht noch höchstens 3 Stiche. Selbst, wenn er in Mittelhand geraten wäre, und die Karos extrem, also 4 zu 0 gestanden hätten, hätte es, da der Alleinspieler die zweithöchste im Spiel verbliebene Karo-Karte hat, keine 4 Karo-Stiche geben können. Nach dem für Arno eigentlich ungünstigsten Einspiel in das blanke Ass und ohne Augen der Gegenpartei, kann/muss er nur seine Stehkarten herunterspielen und gewinnt das Spiel sicher mit 63 Augen. Wahlweise kann man zählen, dass den Gegner die Luschen ausgehen, und die vermeintliche 60er-Gefahr (eigene Augen 45 plus 11 plus 4) nicht besteht (noch drei Stiche mit Herz König und 8 sowie Kreuz Ass bei nur noch 5 Luschen in den Händen der Gegenpartei: Kreuz 7 und 9, Pik 7, Karo 7 und 8), oder die Restaugenbetrachtung machen (für die letzten drei Stiche der Partie verbleiben den Gegnern als sechs höchste Zählkarten ein Ass, zwei Zehner, ein König und zwei Damen, was zusammen mit dem vom Alleinspieler noch abzugebenden Karo König und den bereits erzielen 12 Augen im dritten Stich nicht mehr als 57 ergibt.

 

 

Der Grand war also frühzeitig, durch den glücklichen Blanksitz der Herz Dame und den Abstich von Detlef, unverlierbar. Den gewinnsichernden Spielüberblick hatte Arno nicht, was aber seiner guten Gesamtperformance am Skat Masters Finalwochenende keinen Abbruch tut. Herzlichen Glückwunsch, Arno, zu gewonnenen 25000 Euro von Deinem Idol seit dem WM-Finale 2006 ;-))

 

 

 

 

 

 

30.01.2017 Leicht, Skat-Rätsel

Willkommen auf dem Skat-Trainingsplatz

Fit bleiben mit Skat-Rätseln

Unter der Rubrik Skat-Rätsel könnt ihr regelmäßig euer Skatwissen testen. Hier findet Ihr jeden Monat neue, knifflige Skataufgaben, die es zu lösen heißt. Wenn Ihr euch eher zu den Skat-Einsteigern zählt, solltet ihr mit der einfachen Variante starten. Für Skat-Profis stellen wir aber auch ein anspruchsvolleres Skat-Rätsel bereit. Habt ihr die Rätsel in beiden Schwierigkeitsgraden gelöst und möchtet noch weiter rätseln? Dann schaut in das Skat-Rätsel Archiv und findet noch weitere Herausforderungen.

 

Wir alle wissen: Für den Skat-Spieler ist es wichtig strategisch und vorausschauend zu agieren. Wie könnten die Karten bei den Gegenspielern verteilt sein? Lohnt sich ein Bluff oder sollte man sicher seine Stiche nach Hause bringen? Trainiert mit unseren Rätseln Euer strategisches Denken!

Strategie entscheidend beim Skat

Wie geht Ihr beispielsweise mit der folgenden Aufgabe um? Die Mittelhand hat bis 45 gereizt. Du hast in der Vorhand nach Aufnahme des Skats nun folgende 12 Karten Herzbube, Kreuz 8 und 9, Pik 7, 9, Dame, König, Ass sowie Herz 7, 8, Dame und Ass. Welche beiden Karten wirst Du wohl drücken? Die Auflösung lautet: Als Spiel kommt für Euch bei diesem Reizwert nur Null Ouvert in Frage. Und auch der kann nur Erfolg haben, wenn die restlichen Pik-Karten nicht auf einer Hand liegen. Daher macht es nur Sinn die beiden Kreuz-Karten zu drücken. Strategisch gesehen ist das Anspiel der Pik 9 bei jeder beliebigen 2-zu1-Verteilung der drei restlichen Pik-Karten unverlierbar. Um dieses und andere Skat-Rätsel zu lösen muss man sich auch mit den internationalen Skatregeln auskennen. Schließlich soll es auf den Turnieren und Meisterschaften nach diesen Regeln und somit sportlich fair zugehen. Das Altenburger Skatgericht wacht dabei über die internationale Skatordnung. Die jährlich 40.000 Anfragen beim Skatgericht zeigen, dass die Regeln umfassend sind und manchmal auch verschieden ausgelegt werden können.

 

 

Skatregeln dienen als Grundlage

Beim Reizen wird ermittelt, welcher Spieler den höchsten Spielwert bieten kann. Der Gewinner kann den Skat aufnehmen, muss aber wieder zwei Karten wegdrücken. Jeder spielt anschließend mit je zehn Karten. Der Gewinner des Reizens bestimmt, was für ein Spiel gespielt wird und muss sich dann als Alleinspieler gegen seine beiden Gegner durchsetzen, um das Spiel für sich zu entscheiden.  Der Spieler in Vorhand beginnt mit einer Karte seiner Wahl. Beim Skat besteht Bedienpflicht, welche nun im Uhrzeigersinn angewendet wird.  Wer den Stich gewinnt, beginnt die nächste Runde. Hat der Alleinspieler am Ende des Spiels die meisten Augen gesammelt, hat er das Spiel gewonnen. Die einzige Ausnahme ist das Nullspiel, bei dem der Alleinspieler keinen Stich bekommen darf, um zu gewinnen.

 

Alle diese Regeln bilden auch die Grundlage für unsere Skat-Rätsel. Wer sich also regelmäßig den Rätseln stellt, der kann so sein Skat-Wissen immer weiter ausbauen. Außerdem bieten unsere Lösungen wichtige strategische Hinweise für jeden Skat-Spieler.