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Skat Masters

Teste Dein Skatwissen regelmäßig mit dem Skat.de-Rätsel. Jeden Monat werden wir 2 knifflige Rätsel für Euch bereitstellen. Wähle entsprechend Deiner Fähigkeiten zwischen den Schwierigkeitsgraden. Wer sich und seinem Kopf keine Denkpause gönnt, oder diese gar nicht erst benötigt, findet in unserem Skat-Rätsel Archiv weitere Herausforderungen!

 

 


Skat-Rätsel 20 schwer

Alles berücksichtigt?

 

Heute geht es um eine skattechnische Frage. Folgende Konstellation ist gegeben:

 

Ihre Karte in Hinterhand sieht so aus:

 

 

 

 

Der Spieler in Vorhand ist bei einem Reizwert von 60, den Mittelhand geboten hat, Alleinspieler geworden, und hat nach Stockaufnahme ein Pikspiel angesagt.

 

Vor Ihnen liegt noch folgender von Ihnen zu vollendender Stich 1:

 

1.   ???

 

 

2.   ???

 

Welche Karte legen Sie hinzu? Und welche Karte möchten Sie zum 2. Stich ausspielen?

 

 

Lösung Skat Rätsel: Schwer

 

Es gilt zu überlegen, was aus den vorliegenden Informationen abgeleitet werden kann. Und dann natürlich einen Siegplan zu erstellen für den Fall, dass das Spiel des Alleinspielers tatsächlich verlierbar sein sollte. Die Reizung von Mittelhand bis 60 lässt in Kombination mit der Schmierung von Kreuz Ass darauf schließen, dass er ein Kreuzspiel ohne Vieren machen wollte. Vorhand dürfte also einen Pik mit Fünfen spielen, da er sich sonst überreizt hätte. Soweit einfach zu erkennen. Doch wie könnte sein Spiel, wenn wir ihm sieben Trümpfe und drei Abgeber in der Beikarte unterstellen, zu Fall zu bringen sein? Mitnahme mit Herz Ass und dann Nachspiel von Kreuz in der Erwartung, die Pik 10 durch Abstich retten zu können, ist illusorisch bzw. würde nicht genug Augen zusammen bringen. Wer jetzt die Variante „28 plus 32“ sieht, hat eine Möglichkeit erkannt, wie es hinhauen könnte. Nämlich durch Schnippeln mit Herz Dame und dem Nachspielen von Herz Ass und 10 in der Hoffnung, dass der Alleinspieler von drei Herzen angespielt hat und unser Partner noch 21 weitere Augen, Karo Ass und Kreuz 10 schmieren kann (also 28 Augen Herz plus 32 Augen geschmiert).

 

Aber leider schränkt uns diese Spielvariante auf genau eine Kartenverteilung beim Alleinspieler ein. Könnte er auch anders gedrückt haben? Was, wenn er auf eine Schneiderchance verzichtend zum Beispiel von Herz König 8 7 und Karo König 8 die beiden Bilder gedrückt hat, exakt um die 28 plus 32 bei für ihn ungünstiger Verteilung nicht zuzulassen? Daher gilt es, alle Möglichkeiten offen lassend, zuerst die Karte des Alleinspielers zu klären. Der erste Stich muss mit dem Ass mitgenommen werden, was ja die 28 plus 32 noch nicht gefährdet. Wie aber klären wir nun die Karte ohne unsere Siegchancen zu vernichten? Trumpfeinschub verschlechtert unsere Situation nicht; hilft aber auch nicht, etwas herauszufinden.

 

 

Der Meisterzug lautet hier „Karo 10“.

 

 

Wenn der Alleinspieler sticht, sind die drei Herz erkannt bzw. unser einzig übrig gebliebener Siegplan. Unserem Partner fällt es nun auch leicht, das Ass der vorher noch ungeklärten Farbe zu wimmeln. Bedient der Alleinspieler allerdings mit Karo Lusche (oder wirft er Herz 8 ab), kommen wir auf dann 43 Augen mit Karo Ass unseres Partners. Da außer in Herz kein Stich erzeugbar ist, der uns ausreichend Augen (noch benötigen wir mindestens 17) einbringt, und wir auch nicht genug Augen anbieten können, muss nun unser Partner auf die Idee kommen, den Alleinspieler in Trumpf anzuspielen. Spielt der Alleinspieler nun Herz Lusche (im Karobedienfall) nach, entscheidet das Vorhandensein von Kreuz 10 bei unserem Partner darüber, ob wir diesen Pik mit Fünfen tatsächlichen umbiegen konnten. Nur, wer es schafft, auf Karo 10 zu wechseln, hat also wirklich alles getan, um alle Varianten, in denen wir eine Siegchance haben, abzuleuchten. Und mit der Karo 10 wird man auf jeden Fall, wenn später die 28 plus 32 greifen bzw. wir eh keine Chance haben, von guten Spielern respektvolle Blicke ernten können. So ein Zug ist nicht überkandidelt, sondern einfach exakt gespielt.

 

 

 

17.02.2017 Skat news, Skat-Rätsel, Schwer

Skat-Rätsel 20 leicht

Glück im Skat Masters Finale - Der Gegenspieler hat geholfen

 

Im Finale 2015 musste Daniel, der spätere Sieger, eine Berg- und Talfahrt durchleben. In Spiel 22 nun kommt es für Frank, den bis dahin deutlich führenden Kontrahenten, zu einer verhängnisvollen Panne durch einen ungünstigen Zug von André, der zu diesem Zeitpunkt, wenn auch noch nicht aussichtslos, aber bereits etwas abgeschlagen Dritter war. Wir betrachten Daniels Grand nun aus der Sicht von André. Seine Mittelhandkarte:

 

 

Sicherlich kein schönes Blatt, wenn der Alleinspieler in Vorhand, ohne einen Reizwert der Gegner halten zu müssen, nach Stockaufnahme und vermeintlich siegesgewiss einen Grand ansagt. Hier nun der tatsächliche Spielverlauf:

 

 

1) VH: Kreuz Bube MH: Herz Dame HH: Herz Bube

 

2) VH: Herz Ass MH: Pik 8 HH: Herz 8

 

3) VH: Herz 10 MH: Pik 7 HH: Herz 7    

 

4) VH: Kreuz Ass MH: Kreuz 9 VH: Kreuz 7

 

5) VH: Herz 9 MH: Pik 9 HH: Kreuz 8

 

6) VH: Herz König MH: ???

 

 

Welche Karte sollte André hier sinnvollerweise zugeben?

 

Zwecks Übersichtlichkeit hier noch einmal seine Restkarten:

 

 

 

Lösung Skat Rätsel: Leicht

 

Die Karte von André macht sicherlich keinen Spaß, aber dennoch heißt es von Beginn des Spiels an, die vorhandenen Augen gut zu verwalten, Möglichkeiten für eigene Stiche nicht aus der Hand zu geben, eventuell wichtige kleinere Karten festzuhalten, um das Spiel an unseren Partner durchlassen zu können, etc., also ordnungsgemäß zu kämpfen, immer in der positiven Einstellung, es könne etwas zu gewinnen geben für uns als Gegenpartei.

 

 

Die richtige Karte lautet hier Karo 9. Aber warum?

 

 

Versetzen wir uns doch mal in die Lage des Alleinspielers. Was hat er da für einen Grand? Ihm dürfte wohl Pik Bube fehlen, sonst haben wir eh keine Chance mehr. Es ist also der Klassiker in Vorhand: zwei Buben mit dem Alten, eine Reihe Stehkarten, meist in einer langen Farbe, und möglichst viele Augen gedrückt, wie wir ihn alle schon hundert mal gespielt haben. Und genauso, wie man sich manchmal sogar eine 10 blank stellen muss, um mit den letzten drei Stichen als Gegenspieler gewinnen zu können, müssen auch hier die meisten Augen festgehalten werden, da wir darauf vertrauen müssen, dass Frank ab dem nächsten Stich Rest haben könnte, und wir nicht genau wissen, wie viele Augen der Alleinspieler bereits hat. Anders wäre der Fall, wenn er schon genug hätte. Hier wissen wir nur zwei Buben, mit diesem Stich 28 Augen Herz, Kreuz Ass plus zwei gedrückte Karten. Ohne Volles gedrückt zu haben, hätte sich Vorhand eventuell nicht für einen Grand entschieden. Macht also mit Karo 10 schon 53. Ist die zweite gedrückte Karte ein Bild, wovon auszugehen ist, dürfen wir bei dann 56 oder 57 Augen des Alleinspielers, nicht wissend, ob Frank noch eine Lusche hat, kein Bild mehr dazu geben. Im Falle eines gedrückten Königs, selbst wenn Frank noch eine Lusche hat, auf keinen Fall einen König.

 

 

Ohne über die Reihenfolge der bisher zugegebenen Karten zu diskutieren, ist nun im sechsten Stich die spielentscheidende Situation erreicht. André gab leider Kreuz König dazu. Frank hatte keine Lusche mehr und gab Karo Dame dazu. 14 Augen waren gedrückt, nämlich noch der blanke Pik König. Daniel gewann mit 64, Frank machte alle restlichen Stiche. Tja, Pech gehabt, Frank. Für Daniel war es natürlich Glück. Hätte André es hier geschafft, den auch „Ausbluten lassen“ des Alleinspielers genannten Weg korrekt zuende zu beschreiten, wäre es vermutlich nichts aus Daniels Wiederholungssieg bei den Skat Masters geworden. So wurde er aber später der erneute Champion.

 

 

 

 

 

 

17.02.2017 Skat-Rätsel, Skat news, Leicht

Willkommen auf dem Skat-Trainingsplatz

Fit bleiben mit Skat-Rätseln

Unter der Rubrik Skat-Rätsel könnt ihr regelmäßig euer Skatwissen testen. Hier findet Ihr jeden Monat neue, knifflige Skataufgaben, die es zu lösen heißt. Wenn Ihr euch eher zu den Skat-Einsteigern zählt, solltet ihr mit der einfachen Variante starten. Für Skat-Profis stellen wir aber auch ein anspruchsvolleres Skat-Rätsel bereit. Habt ihr die Rätsel in beiden Schwierigkeitsgraden gelöst und möchtet noch weiter rätseln? Dann schaut in das Skat-Rätsel Archiv und findet noch weitere Herausforderungen.

 

Wir alle wissen: Für den Skat-Spieler ist es wichtig strategisch und vorausschauend zu agieren. Wie könnten die Karten bei den Gegenspielern verteilt sein? Lohnt sich ein Bluff oder sollte man sicher seine Stiche nach Hause bringen? Trainiert mit unseren Rätseln Euer strategisches Denken!

Strategie entscheidend beim Skat

Wie geht Ihr beispielsweise mit der folgenden Aufgabe um? Die Mittelhand hat bis 45 gereizt. Du hast in der Vorhand nach Aufnahme des Skats nun folgende 12 Karten Herzbube, Kreuz 8 und 9, Pik 7, 9, Dame, König, Ass sowie Herz 7, 8, Dame und Ass. Welche beiden Karten wirst Du wohl drücken? Die Auflösung lautet: Als Spiel kommt für Euch bei diesem Reizwert nur Null Ouvert in Frage. Und auch der kann nur Erfolg haben, wenn die restlichen Pik-Karten nicht auf einer Hand liegen. Daher macht es nur Sinn die beiden Kreuz-Karten zu drücken. Strategisch gesehen ist das Anspiel der Pik 9 bei jeder beliebigen 2-zu1-Verteilung der drei restlichen Pik-Karten unverlierbar. Um dieses und andere Skat-Rätsel zu lösen muss man sich auch mit den internationalen Skatregeln auskennen. Schließlich soll es auf den Turnieren und Meisterschaften nach diesen Regeln und somit sportlich fair zugehen. Das Altenburger Skatgericht wacht dabei über die internationale Skatordnung. Die jährlich 40.000 Anfragen beim Skatgericht zeigen, dass die Regeln umfassend sind und manchmal auch verschieden ausgelegt werden können.

 

 

Skatregeln dienen als Grundlage

Beim Reizen wird ermittelt, welcher Spieler den höchsten Spielwert bieten kann. Der Gewinner kann den Skat aufnehmen, muss aber wieder zwei Karten wegdrücken. Jeder spielt anschließend mit je zehn Karten. Der Gewinner des Reizens bestimmt, was für ein Spiel gespielt wird und muss sich dann als Alleinspieler gegen seine beiden Gegner durchsetzen, um das Spiel für sich zu entscheiden.  Der Spieler in Vorhand beginnt mit einer Karte seiner Wahl. Beim Skat besteht Bedienpflicht, welche nun im Uhrzeigersinn angewendet wird.  Wer den Stich gewinnt, beginnt die nächste Runde. Hat der Alleinspieler am Ende des Spiels die meisten Augen gesammelt, hat er das Spiel gewonnen. Die einzige Ausnahme ist das Nullspiel, bei dem der Alleinspieler keinen Stich bekommen darf, um zu gewinnen.

 

Alle diese Regeln bilden auch die Grundlage für unsere Skat-Rätsel. Wer sich also regelmäßig den Rätseln stellt, der kann so sein Skat-Wissen immer weiter ausbauen. Außerdem bieten unsere Lösungen wichtige strategische Hinweise für jeden Skat-Spieler.